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Reset....

 

- Neubeginn der Suche nach einem Bauunternehmer

- Ausführungsplanung

 

Für mich ging dann jedoch ab Juni wieder einmal die Suche nach jemandem los, der mit mir mein Bauvorhaben weiterführen wollte. Da blieben zum einen die üblichen Verdächtigen aus Herbst letzten Jahres und.... man sehe und staune.... aus dem ehemaligen Architekten der GfWE und einem Vertriebler wurde rackzack eine neue Gesellschaft gegründet. Die Casanovo GmbH. Wie sich herausstellt, sind inzwischen nahezu alle ehemaligen Mitarbeiter der GfWE dort beschäftigt. Auch von dieser Firma habe ich ein Angebot für die Weiterführung meines Bauvorhabens bekommen - sehr moderat, das muss man zugeben. Leider fing es mit Casanovo genauso an, wie es mit der GfWE aufgehört hat. Nach dem ersten Termin (ein Lufttermin bei dem sich die neuen einschmeicheln wollten) hat das Angebot fast vierzehn Tage länger gebraucht als avisiert. Dann wurde erneut ein Termin gemacht um mir das Angebot vorzustellen (überflüssig, da mir quasi nur die Unterlagen überreicht wurden) und dann wurde mir für den Folgetag ein Rückruf zugesichert, da die Herren sich erkundigen wollten, ob sie gegebenenfalls noch an die Statik von der GfWE kommen. Dieser Rückruf hat natürlich niemals stattgefunden. Stattdessen meldet sich nach knapp drei Wochen der Architekt Herr B. und fragt nach, was denn nun mit dem Auftrag sei.

Die haben's einfach nicht verstanden und sie machen jetzt zumindest teilweise die gleichen Fehler wie die GfWE sie gemacht hat. Sie akquirieren neue Bauvorhaben ohne Ende, die mit dem gegebenen Personaleinsatz gar nicht abzuarbeiten sind. Wohin das führt wissen wir ja. Also, auf Wiedersehen Casanovo.

 

Ich hatte mich, wie bereits gesagt, wieder bei den alten Anbietern umgehört, aber sehr halbherzig. Ich habe mich dann aber auch bei einem freien Architekten erkundigt.

Das erste Treffen fand dann am Grundstück statt. Die beiden Herren Architekten begutachteten das Wohngebiet und das Grundstück. Von mir wurde die Bausumme von 167 T€ in den Raum geworfen, was im allgemeinen auf vorläufige Zustimmung stieß.

Bereits nach wenigen Tagen hatte ich die erste Kostenschätzung vorliegen, d.h. genau genommen zwei Kostenschätzungen. Eine für den 'einfachen Standard' und eine für den 'mittleren Standard'.  Was die Herren Architekten vergessen hatten zu erwähnen war, dass die 167 T€, über die sie gesprochen hatten, sich lediglich auf die Kostengruppen 3 + 4 bezogen.

Nach einigem hin- und hergerechne, einem Mittelding aus einfachem und mittlerem Standard und unter Berücksichtigung der Eigenleistungen kamen wir dann in der Kostenschätzung letztendlich auf 203 T€.

Wie nett.

Aus 240 T€ mach 260 T€  und (vielen Dank GfWE) wird's dann jetzt noch ein klein wenig teuer......

 

Juni bis September 2013

Die nächsten Wochen sind geprägt von der Umsetzung der Pläne, neuen Zeichnungen, abfragen von Ideen. Zumindest fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Das Architekturbüro planbar in Witten legt sich richtig ins Zeug.

Zuerst wird der B - Plan besorgt. Da stellt sich dann erst einmal heraus, dass die GfWE nur einen Stellplatz geplant hat, obwohl zwei vorgeschrieben sind. Aber dann der Oberhammer: NICHTS im B-Plan schreibt eine Hausbreite von maximal sechs Metern vor! Es wird lediglich eine Hausbreite von ca. 6 Metern vorgeschlagen... da ich jedoch ohne Garage oder Carport baue, hätte das auch über das gesamte Baufeld gehen können, sprich mit einer Breite bis zu neun Metern.

Wenn ich bedenke, was ich gerechnet und gezeichnet habe, damit ich alles was ich möchte auf diesen sechs Metern unterbringe, wird mir jetzt immer noch ganz übel.

Herr Krause (planbar) hat dann angeboten alles noch einmal von der ersten Phase an neu zu zeichnen und zu entwerfen. Für den perfekten Entwurf hätte mir rund 40 cm in der Breite gefehlt.... aber dafür nochmals von vorne zu beginnen hätte nicht nur wieder mal weitere 5 T€ Planungskosten verursacht, sondern auch wegen der Vergrößerung mehr Baukosten nach sich gezogen und zudem den Beginn des Vorhabens wegen der Notwendigkeit eines neuen Bauantrags wesentlich nach hinten verschoben.

Also bleibt alles so wie mit der GfWE geplant.

 

Obwohl planbar ja eigentlich erst bei der Ausführungsplanung aufsetzen sollte, waren im Vorfeld noch einige Aufgaben zu erledigen:

 

Zuerst sind wir noch mal die Planung und den Bauantrag durchgegangen. Anders als die GfWE hat Herr Krause einige konstruktive Vorschläge eingebracht, von denen besonders im OG auch einige umgesetzt wurden. Dann hatte ich die Terrasse ursprünglich nach Nord-Osten heraus geplant - dies haben wir dann geändert und nun liegt die Terrasse zu anderen Seite heraus und bekommt sowohl die Morgen- wie auch die Abendsonne mit.

 

Dann wurden die Fenster ordentlich positioniert und aus den kleinen Gucklöchern zu Zeiten der GfWE wurden ordentliche Fenster mit 1,26 * 1,35 bzw. 1,38 * 1,35 Maßen.

 

Alle Möbel schon in die Pläne eingepflegt, damit auch ja keine Fehlplanung möglich ist :-)   Und auch kein schiefer Blick von Herrn Krause, als ich das Bad zum vierten Mal umgeplant hatte....

 

Also: bisher großes Lob an planbar für die Planungsleistungen!

 

Dann kamen die üblichen Kontakte und Aufträge an den Statiker, Vermesser, Telekom, DEW21. Schall- und Wärmeschutzberechnungen wurden besorgt, der erste Vorschlag zur Fassadengestaltung (hier: meine Vorstellung) wurde vorgelegt.

 

Ende August bzw. Anfang September gehen dann endlich die ersten Ausschreibungen raus. Rohbau und Gerüstbau.

 

Immerhin war es mein Plan rund 7.000 Euro bei den Gewerken einzusparen, um bisher geschehenes zumindest etwas zu kompensieren. (Wir erinnern uns? GfWE!?)

 

Also wurde es jetzt richtig spannend. Es wurden 6 Firmen angeschrieben, von denen gerade mal zwei an der Ausschreibung teilgenommen haben. Mit dem ernüchternden Ergebnis, dass die angebotenen Preise im Mittelwert bei 86.000 Euro liegen. Dafür, dass nur gut 52.000 Euro geplant waren..... ein Schock!

 

Einer der Bieter, Herr Fahl hatte sich jedoch im Vorfeld das Baugrundstück angeschaut und hat die Architekten darauf aufmerksam gemacht, dass einige der ausgeschriebenen Leistungen überhaupt nicht vonnöten sein würden. Daraufhin wurde ein reduziertes Leistungsverzeichnis erstellt und noch vier weitere Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert.

 

Der neue Angebots - Mittelwert lag dann bei 'nur noch' 72.000 Euro. Die dann folgenden Nachverhandlungen haben uns dann zur Bauunternehmung Fahl geführt, mit einem endgültigen Auftragswert von rund 67.000 Euro.

 

Immer noch 15 T€ zu viel. Da tröstet auch nicht wirklich die Aussage von Herrn Krause, dass die Gewerke Zimmermannsarbeiten und Dachdecker sehr großzügig kalkuliert waren und dort eine Einsparung von etwa 9 T€ zu erwarten sei. Denn einmal ist das 'voraussichtlich' und dann werden insgesamt betrachtet alleine bei diesen drei Gewerken etwa 6 T€ Mehrkosten hängen bleiben.